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Projekt Viertausend

Wolken überm Aletsch

Da es heute noch regnerischer werden soll, planen wir in Liftnähe zu bleiben, eine kurze, klassische Aletschrunde zu drehen und je nachdem noch die ein oder andere bahnunterstützte Abfahrt dranzuhängen.
Der Blick das Fieschertal hinauf sieht allerdings schon morgens recht bedrohlich aus. Dunkle Wolken hängen in den Bergflanken. Na, mal sehen was uns das Wetter noch beschert!

Mit Hilfe der Bahnen gewinnen wir schnell an Höhe und werden bereits vor der Gipfelstation vom dichten Nebel verschluckt. Der Vorteil des Wetters ist dafür natürlich der mäßige Andrang. Vermutlich wäre es bei guten Bedingungen nicht so ratsam hier zu biken. Dafür haben wir aber auch nur mäßiges Panorama und freuen uns über jede Wolkenlücke, während wir auf dem teilweise recht verblockten Weg allmählich zum größten Gletscher der Alpen hinabfahren. Trotzdem sehr beeindruckend wie sich die Eismassen in erstarrten Wellen langsam ins Tal hinabwälzen!

Als wir gerade wieder durch ein Geröllfeld fahren, passiert es dann – Hannes geht über den Lenker. Ihm ist nichts passiert, aber der ursächliche Defekt verhindert das Weiterfahren! Zumindest bis zum Ersatzteillager im Auto. (Aufgrund des positiven Kontakts zum Hersteller gibt’s keine genaueren Details). Aber Moment, das Rad lässt sich ja noch nicht einmal schieben!
Es war so unglücklich auf einer Felskante aufgeschlagen, dass es den Hinterbau verzogen hatte. Auf jeden Fall blockiert nun die hintere Bremse total, da es die Scheibenbremsaufnahme nach innen gedrückt hatte.
Tja, runterzutragen ist bei dem Geröll zwar noch sinnvoll, anschließend aber nur unnötig mühsam. Und da wir das Rad später ohnehin wieder fahrtüchtig machen müssen, zückt Hannes kurzerhand den Leatherman, klappt die Feile aus und bearbeitet Adapter, Bremsaufnahme und Schrauben. Mehrere Millimeter Material müssen glauben, bis sich das Hinterrad wieder halbwegs drehen lässt.

Nach dem Reparaturstopp geht es auf direktem Weg zur Mittelstation der Fiescherbahn. Zwischendurch öffnet der Himmel doch noch seine Pforten und wir suchen im Tunnel unter dem Tälligrat Schutz. Bisher war das Wetter trotzdem wieder viel besser als erwartet!
Für Unterhaltung bei der Regenpause sorgt schließlich eine Ziegenherde. Die neugierigen Viecher haben es auf unsere Brote abgesehen!

Irgendwann hört aber auch dieser Regen auf und wir lassen die Ziegen hinter uns. Bei der Mittelstation löst Hannes geknickt die nächste Talfahrt, während Felix und ich uns die ausgeschriebene Downhillstrecke hinab nach Fiesch vorknöpfen.
Und die Strecke kann was! Es gibt zwar keine schwierigen Schlüsselstellen. Der Trail ist ab der Baumgrenze jedoch schön schnell, steil und steinig. Was für ein Spaß!
Man sollte allerdings auch hier mit Wanderern rechnen, wie wir zwei Mal feststellen können.

Am Parkplatz folgt erstmal wieder Ernüchterung. Hannes überlegt den Urlaub abzubrechen und mit dem Zug die verfrühte Heimreise anzutreten. Sein Rad ist zwar wieder fahrbereit, aber die Hinterbremse schleift trotzdem noch recht stark, der Hinterreifen hängt in Kurven am Hinterbau und seine vordere Bremse nervt die Tage sowieso immer wieder durch frühzeitiges Fading.
OK. Felix und ich vergnügen uns noch einmal auf der DH-Strecke. Dann fahren wir zurück zum Hotel, um uns mit den neusten Wetterdaten aus dem Internet zu beratschlagen.

Hmmm … für den morgigen Freitag wird auch noch mal ab Mittag mit Gewittern gerechnet. Doch von denen sind wir bisher ja auch immer verschont geblieben. Und ab Samstag Mittag soll sich die Sonne wieder durchsetzen. Für Sonntag ist sogar Sonne pur vorhergesagt!
Mit der Aussicht vielleicht doch noch das Bishorn anzugehen – schleifende Bremsen fallen beim Bergauftragen ja nicht so ins Gewicht – können wir Hannes dann doch noch zum Bleiben überreden. Laut Hüttenwirt waren die Bedingungen Anfang der Woche ja recht gut. Ist halt nur die Frage was die letzten Tage dort oben bewirkt haben! Egal, wir werden einfach mal so hinaufgehen und nachschauen. Wenn’s nicht passen wird, haben wir trotzdem noch eine lange Abfahrt ins Tal zurück.
Nach der Planung der nächsten drei Tage tanken wir auf der überdachten Terrasse ordentlich Kalorien nach und freuen uns der ergiebigen Regenfront entgangen zu sein, welche bis in den späten Abend hinein über uns hinwegzieht.

Vorzeitiger Gipfelsturm

Unser Plan ist es nach den drei Nächten im Tal von Freitag auf Samstag über 2.800 m zu nächtigen, am Samstag zur Cabane de Tracuit aufzusteigen und am Sonntag Morgen eventuell das Bishorn zu besteigen.
Freitag morgens sitzen wir also im Auto auf dem Weg Richtung Akklimatisierungstour und ich rufe zuerst einmal auf der Cabane de Tracuit an, um die Übernachtung von Sa auf So zu reservieren. Doch dumm gelaufen – die Hütte ist voll! Warum hatten wir auch nicht schon gestern angerufen?!
Unsere erwartungsfreudige Laune gerät ins Wanken. Was sollen wir nun machen? Denn ausschließlich der Sonntag Morgen verspricht optimales Wetter!

Also, theoretisch wär’s natürlich möglich so spät auf der Hütte anzukommen, dass sie uns nicht mehr abweisen können. Würde aber vermutlich nicht den besten Eindruck machen … zumal wir als Biker ohnehin genug auffallen werden!
Der nächste Vorschlag … wir schleppen die Schlafsäcke mit rauf und übernachten nahe der Hütte. Tja, das wäre aber nur dann möglich, wenn auch ich meine Penntüte mitgenommen hätte!
Und ganz ohne zu schlafen?! Wir könnten uns am Samstag tagsüber ausruhen und dann praktisch im Alpinstil um 21, 22 Uhr losgehen, die Nacht komplett durchlaufen und bis zum Morgengrauen auf dem Gipfel stehen!
Felix’ Idee klingt so krass, dass sie doch irgendwo reizt. Wenn es klappen sollte, wäre es für die Bergsteiger bestimmt eine fette Überraschung!
Ich habe trotzdem so meine Zweifel. Felix und Hannes sind wirklich Tiere! Die beiden würden das problemlos durchziehen. Auch waren sie schon mehrfach oberhalb der Viertausendermarke unterwegs und wissen aus Erfahrung wie sie auf die dünne Luft reagieren. Ich bin jedoch nie über 3.500 m hinaus gekommen! Dazu noch das zusätzliche Gepäck mit den Steigeisen, Seilen, warmen Klamotten und extra viel Wasser für den langen Aufstieg. Keine Ahnung, wie gut ich da konditionell in dieser Höhe mitkäme …

Hannes wirft jedoch noch eine Alternative ein. Wie wär’s damit jetzt direkt zur Hütte aufzusteigen? Das Wetter für heute Abend und den nächsten Morgen soll zwar nicht so gut sein und wir hätten keine weitere Akklimatisierung. Aber dafür sind wir gerade schön ausgeruht. Vielleicht ist uns Petrus ja doch noch mal wohlgesonnen. Und falls nicht, entscheiden wir eben erst dann vor Ort was zu tun ist.
Alles klar, ich rufe erneut bei der Hütte an: “Wie? Sie sind auch am Samstag ausgebucht? Und wenn wir auf dem Boden schlafen? … OK, ich warte … Ah, doch noch drei Plätze frei? …. Super, wir kommen!”
Damit ist die Sache klar und wir fahren direkt nach Zinal. :-) Dort breiten wir auf dem Parkplatz erst einmal unsere Ausrüstung aus und packen die Rucksäcke neu. Dabei fällt mir auf, die Winterhandschuhe vergessen zu haben! Nun, dann muss es eben mit den langen Radhandschuhen und den Regenüberziehern gehen …

Kurz vor Mittag geht’s dann los. Bis zur Tracuit-Hütte auf 3.256 m erwarten uns ca. 1.700 Hm, fast alles davon mit dem Rad auf den Schultern. Aber darin sind wir ja geübt. *g*
Wir gehen nicht auf direktem Weg hinauf, sondern machen einen Schlenker über den Roc de la Vache, um noch ein paar weitere Eindrücke mitzunehmen. Schade nur, dass wir dabei noch mal 100 Hm verlieren. Ist aber auch nicht weiter tragisch – wobei das nicht für Hannes gilt.
Unser Pechvogel hat sich mit den steigeisenfesten Schuhen nach kurzer Zeit Blasen gelaufen, obwohl er schon bei den ersten Anzeichen präventiv Blasenpflaster auf die Ferse geklebt hatte. Auch Tape scheint nichts zu bringen. Egal, das Ziel steht fest und er arbeitet sich mit uns hinauf.

Als wir uns auf den letzten Höhenmetern vor dem Col de Tracuit durch das Geröll arbeiten, werden wir von Wanderkollegen fotografiert und einer hebt uns sogar das 901 entgegen, als wir die Bikes am Col an einer seilgesicherten Felsstufe hochschleppen.
Und da stehen wir nun! Links von uns der Gletscher, ca. 150 m vor uns die Hütte, dahinter der Tête de Milon (3.693 m) und links von ihm Weiss- (4.506 m) und Bishorn (4.153 m). Wir sind schon nah am Ziel!

Die Terrasse der Hütte ist voller Leute und wir bleiben nicht lange unentdeckt. Während wir uns nähern, wenden sich uns immer mehr Leute zu und andere werden herbeigerufen. Und als wir in Hörweite gelangen, rufen uns die ersten laut “Vive les bleus!” zu, womit de gesamte Terrasse anfängt zu applaudieren und jubeln. Wow, mit solch einer Begrüßung hatten wir nun wirklich nicht gerechnet!
Aber wie sie wohl reagieren, wenn sie merken, dass wir auch aufs Bishorn wollen – mit Bikes!? Zuerst kommen die üblichen Fragen: Was wiegen die Räder? Wo wollen wir wieder runter (als ob es viele Alternativen gäbe LoL)? Ist das auch wirklich fahrbar? Und so weiter …
Bei einigen lassen wir durchschimmern auch aufs Bishorn zu wollen und kommen dabei mit einem Deutschen ins Gespräch der wohl der Führer einer Gruppe zu sein scheint. Die Bedingungen klingen sehr vielversprechend. Es gibt wenig Schnee und obwohl es auf dem ansonsten harmlosen Gletscher mehr Spalten gäbe als sonst, so seien diese gut sichtbar.
Während Hannes seinen Füßen ein wenig Ruhe gönnt, laufen Felix und ich über den Schutthügel vor der Hütte zum Gletscher hinüber. Der Schnee ist jetzt natürlich recht sulzig, an Fahren ist nicht zu denken. Wenn’s friert, wird’s aber wohl gehen. Nur nimmt die Bewölkung immer mehr zu. Mit einer klaren, kalten Nacht ist also nicht zu rechnen. Und auch wenn wir mal wieder den Gewittern davon gekommen sind, so bricht abends schließlich doch noch ein lang anhaltender Regen über uns hinein.

Warten wir ab, was der Morgen bringt. Und der beginnt schon recht früh für uns. Auch wenn nicht ganz so früh, wie ursprünglich angedacht! Wir wollten eigentlich um 3 Uhr starten, im Morgenlicht den Gipfel erreichen und direkt abfahren, bevor der Untergrund wieder antaut. Doch dann hätten wir auf der Abfahrt die ganzen Seilschaften vor uns auf dem Weg! Und den wollen wir wegen der Spaltengefahr auch nicht verlassen.
Im Gegensatz zu den Seilschaften sind wir nämlich nicht angeseilt, da es mit den Bikes zumindest auf der Abfahrt nicht so praktikabel wäre. Unsere Überlegung ist einfach, dass auf der ausgetretenen Spur die letzten Tage bereits mehrere Hundert Leute hinauf sind, so dass das Risiko nicht so hoch ist.
Auf jeden Fall ist der neue Plan nun mit allen anderen zu starten und dafür auf der Abfahrt nur noch wenigen Gruppen zu begegnen. Wir stehen also doch erst kurz vor 5 Uhr auf und warten bis unsere Essensschicht dran ist. Nachdem wir zuvor einem Blick rausgeworfen haben, lassen wir es aber erstmal ruhig angehen! Die Temperatur ist zwar gut. Wir haben -3°C. Nicht richtig kalt, wenn auch kalt genug, um den Schnee wieder gefrieren zu lassen. Dafür ist es aber noch total bewölkt und die Vorstellung auf dem Gipfel bei Null Sicht inmitten einer Wolke zu stehen gefällt uns überhaupt nicht. Und in der Kälte oben auf Besserung zu warten ist ebenfalls keine Option.
Daher machen wir gemütlich, schauen den anderen beim hektischen Treiben zu und lassen sie einfach alle ohne uns davonziehen. Felix und Hannes legen sich schließlich noch einmal ins Lager, während ich die Karte für die nächsten Projekte studiere. Eine Stunde später passiert es endlich – der Himmel reißt auf und der Blick auf unser Gipfelziel wird wieder frei!

Um 7.45 Uhr starten wir somit als letzte Gruppe von der verwaisten Tracuit-Hütte. Und der Schnee auf dem Turtmanngletscher ist so schön gefroren, dass wir im Flachen sogar das Meiste fahren können. Die etwas eingebrochenen Schneebrücken sind gut sichtbar und wir passieren nur wenige Spalten neben dem Weg. Schnell kommen wir voran und am Fuß des Bishorns sehen wir schließlich die ganzen Seilschaften die sich einer Karawane gleich hinaufarbeiten.

Auf harten, kompakten Harsch geht es weiter, weshalb wir die Steigeisen anlegen. Der nächste Steilhang glänzt verdächtig in der Sonne. Mit den Steigeisen kommen wir zwar mühelos hoch, aber ob die Reifen auf dieser vereisten Oberfläche auch Grip haben werden? Vielleicht hätte ich doch besser den Vorderreifen mit der weichen Gummimischung austauschen sollen? Nun ist er total verhärtet!
Zum Glück wird es nach oben hin wieder etwas flacher und die Schneeauflage nimmt zu. Wir überholen die ersten Seilschaften und ein Bergsteiger witzelt sogar darüber von Radfahrern überholt zu werden!
Was nervt ist allerdings der eisige Wind. Er zerrt an den Rädern und auch wenn ich es vermeide Metall zu berühren, so greife ich sicherheitshalber ein paar Mal an die kalte Gabel. Um die Finger zu wärmen, balle ich sie unter den Handschuhen zu Fäusten. Ansonsten ist mir aber angenehm warm!
Immer wieder wandert der Blick zurück Richtung Rhonetal. Der Ausblick von hier oben ist phänomenal! Wir schauen auf die Wolken hinab und Richtung Norden wirken die Berge gleich viel niedriger.
Aber es sind nur kurze Augenblicke, bevor es weitergeht und der vergletscherte Hang das Sichtfeld wieder komplett einnimmt.
Es läuft erstaunlich gut, die Höhe macht uns scheinbar gar nichts aus. Meine einzige Sorge ist der Bergschrund am Gipfel. Ich hatte Fotos gesehen, wo man über die Spalte hinwegklettern musste. Seile haben wir zwar für den Notfall dabei. Mir wär’s aber trotzdem lieber sie im Rucksack lassen zu können.

Nach fast zwei Stunden erreichen wir schließlich den Bergkamm und das Mattertal tut sich vor uns auf! Gegenüber ragt der Dom, der höchste innerschweizer Berg, mit seinen 4.545 m aus der Viertausenderkette heraus … und zu unserer Rechten verläuft ein ausgetretener Schneeweg den Kammaufschwung zum Gipfel hinauf. Und zwar am Bergschrund vorbei – puh! Gerne würde ich meine zwei Freunde von hier aus bei der Gipfelbesteigung fotografieren. Das wäre ein Hammer Motiv vor dem Weisshorn. Doch der Wind bläst andauernd Schnee über den Kamm und in mein Gesicht. Da lass ich die Kamera lieber stecken!
Aus dem gleichen Grund haben sich im Windschatten des Gipfels die Bergsteiger gesammelt. Und auch diesmal bleiben Jubel und Glückwünsche nicht aus, als wir uns nähern. Nachdem wir die freundlichen Bergkollegen passiert haben, trennen uns nur noch wenige ausgesetzte Höhenmeter vom Gipfel.
Und dann haben wir es endlich geschafft. Berg heil! Wir sind oben!

Wir befinden uns ganz alleine am höchsten Punkt, als wir unser Gipfelglück genießen. Dieser wird aber recht schnell vom Wind verdrängt! Nach ein, zwei Fotos vor dem Weisshorn, möchte ich die Kamera schon nicht mehr halten und drücke sie Hannes in die Hand! Ansonsten hätte ich noch ein Rundumpanorama geschossen. Aber was soll’s. Fotos gibt’s im Netz ja genug. Jetzt möchte ich doch lieber schnell weg von hier oben!
Glücklich und zufrieden gesellen wir uns schon bald zu den anderen im angenehmen Windschatten und genießen noch mal in Ruhe unser Erfolgserlebnis.

Ich wärme meine Finger wieder etwas auf und nachdem wir die Steigeisen verstaut haben, beginnt der spaßigere Teil der Unternehmung!
Auf den ersten etwas flacheren Metern schlingern wir noch ein wenig durch den Schnee. Doch die Oberfläche wird schnell fester und der Hang steiler.

Der Grip ist auf den schneefreien Flächen sogar recht gut und Hannes rollt mal wieder in seiner gewohnter Manier auf dem Vorderrad hinab. Bei steilen Querfahrten muss dann aber doch ein Fuß am Hang stabilisieren und eine kurze, glatte Eispassage müssen wir vorsichtig zu Fuß (ohne Steigeisen) passieren. Den gesamten Rest können wir jedoch abfahren.

Auch den glatten Steilhang über den ich mir noch beim Aufstieg Gedanken machte. Einfach Schuss runter!
Und da die Seilschaften beim Abstieg abkürzen und wir auf der Aufstiegsroute bleiben, kommen wir sogar ganz ungestört wieder am gespurten Pfad an, der uns über den flachen Abschnitt des Gletschers zurück zur Hütte führt.
Dort überraschen wir die Neuankömmlinge damit auf Bikes vom Gletscher zu kommen und genießen noch die restlichen, wohlverdienten 1.600 Hm Abfahrt. Nach dem wechselhaften Wetter die Zeit zuvor, hätte ich nicht gedacht, dass es praktisch auf Anhieb mit dem Bishorn klappen würde. Und wir konnten bis auf das verblockte Geröllfeld unterhalb der Hütte tatsächlich alles komplett abfahren!

Nun gehören wir also auch zu dem kleinen Kreis der Viertausender-Biker hier in den Alpen! Gipfelstürmer Lukas Stöckli ist 2007 zusammen mit Bike-Legende Frischi bereits auf dem Breithorn (4.164 m) gewesen.
Und im selben Jahr begegneten wir Wanderern, welche Biker auf der Abfahrt vom Gran Paradiso (4.061 m) antrafen. Wie weit sie mit ihren Rädern hinauf sind wissen wir zwar nicht. Aber der höchste Alpengipfel ist angeblich ohnehin schon bezwungen worden.
Bereits 1995 soll ein Brite den Mont Blanc (4.808 m) befahren haben! (Wobei diese Aktion noch einen draufsetzt. *g*)
Den absoluten Höhenrekord halten seit diesem Jahr allerdings zwei Deutsche – mit unglaublichen 7.221 m!

Ganz so hoch sind wir zwar nicht hinaus, doch für den persönlichen Höhenrekord hat es allemal gereicht! :-D
Vielen Dank an meine beiden Mitstreiter und vor allem an Felix, der überhaupt erst auf die Bishorn-Idee kam!
Und schade, dass es mit Alex und den “Flöhen” zeitlich nicht mehr klappte. Zum Glück gibt es noch genug andere Projekte!
Jetzt können wir auf jeden Fall relaxt die nächsten Dreitausender angehen. ;-)

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